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Es ist, was es ist...
Vera Höss und Stefan Palaver
haben an der Kunstuniversität Linz Malerei und Grafik
studiert. Sie verbindet eine Leidenschaft für diese beiden
künstlerischen Mittel, für das Gestalten mit Farbe
und das Gestalten mit Hell – Dunkel – Kontrasten.
Beiden jungen Künstlern ist es ein Anliegen, diese künstlerischen
Techniken zu beherrschen und das Potenzial des jeweiligen
Mediums voll auszuschöpfen.
In der heutigen Kunstszene wird oft das
Konzept = die Idee als das Wesentliche der Kunst angesehen,
die Entstehung des Werks wird quasi zur Nebensache deklariert
oder gar ausgelagert. Oder anders formuliert: „Die Idee
ist in diesem Fall alles“.
Vera Höss und Stefan Palaver haben sich jedoch für
einen künstlerischen Weg entschieden, bei dem vor allem
der Entstehungsprozess essentiell ist. Denn die Wirkung eines
Gemäldes oder einer Grafik wird durch ihn entscheidend
bestimmt.
Für die Betrachterin/den Betrachter steht dieser Prozess
natürlich nicht im Vordergrund, sondern das Bild an sich.
Nicht die Farbschichten, die den Kopf des Mädchens herausformen
und auch nicht die gezogenen Linien, die ein Haus bilden,
sind das, was emotional bewegt, sondern das Mädchen selbst
oder die dunkle Stimmung der Häuserschlucht.
Die Aufmerksamkeit der Rezipientin/des Rezipienten konzentriert
sich auf das Dargestellte und nicht auf das Wie der Entstehung.
Und so sollte es auch sein, denn die Künstlerin/der Künstler,
die das Bild erschaffen haben, möchten, dass ihre/seine
Bilder berühren:
Es geht ihnen um die Stimmung, um den Ausdruck, um die Schönheit.
Wie es zum Ergebnis kommt, sollte schlussendlich nicht mehr
von Bedeutung sein. Am Ende des Prozesses steht ein Bild.
Dieses Bild ist dann eben, was es ist.
Der bekannte Satz: „Es ist, was es ist“, mit dem
Erich Fried das Unsagbare der Liebe skizziert, sollte in diesem
Fall einladen, einfach mal nur zu schauen, die Konzentration
im Hier und Jetzt der Ausstellung ganz auf das Kunstwerk zu
lenken, damit sich die Wirkung der Bilder richtig entfalten
kann, denn:
„Kunst ist nur durch Anschauung
erfahrbar, nicht durch Denken“
(Wolfgang Schöne, Über das Licht in der Malerei,
1954)
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