
© Irmgard C. Klammer 2002, Tyche-Fortuna,
Altarstein im Museum Bad-Deutsch Altenburg |
Mythos Tyche,
die Göttin des Glücks
und der Steuerung
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griechische Glücksgöttin, römisch Fortuna
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Attribute:
Steuerrad, Steuerruder, Füllhorn, Glücksrad
oder (Welt)Kugel, Schatzhaus, Geldbeutel, Münzen.
Portfolio: Abenteuer,
Geschick, Glück, Schicksal, Gelingen. |
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Die Göttin Tyche verkörpert
die schenkende, gebende, lenkende und Wechsel bringende
Macht. Bevor sie zur Glücksgöttin wurde, galt
sie als Trägerin des Wohlstands.
Die bildlichen Darstellungen der Tyche zeigen sie mit
Steuerruder (Lenkerin), Füllhorn (Reichtum), Mauerkrone
(Stadtgöttin und Stadtbeschirmerin) und
Rad oder Kugel (Balance und Sinnbild des sich drehenden,
wandelbaren Schicksals). |
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Mythos: Tyche ist eine
Titanin und gehört damit zu den alten und mächtigen
Gottheiten Griechenlands.
Sie war eine Tochter der Tethys und des Okeanos, beide
aus dem Geschlecht der Titanen (Töchter und Söhne
von Gäa und Uranus).
Bei Hesiod (Theogonie 340-360) zeugten Tethys und Okeanos
3000 Okeaninen (auch Okeaniden genannt/Flussgöttinnen)
und ebensoviele Söhne - Flußgötter.
Die Titanen und Titaninnen waren ein Götter- und
Göttinnengeschlecht, das der Welt seid Urzeit vorstand.
Sie wurden von den Olympiern abgelöst.
Die wichtigsten Titanen und Titaninnen waren Rhea, Kronos,
Tethys, Okeanos, Hyperion, Iapetos, Koios, Kreios, Phoibe,
Themis, Mnemosyne
(Mutter der Musen), Theia und Metis
(Mutter der Athene, der Göttin der Weisheit).
Ursprünglich war die griechische Glücks- und
Schicksalsgöttin auch eine nautische Göttin,
in Hafenstädten galt sie als Göttin und Glücksbringerin
der Seefahrt. Auf Münzen wird sie mit gespanntem
Segel und auf der Weltkugel balancierend dargestellt,
Anker und Schiff finden sich in ihrer Nähe. Aus
dem Kontext der gefahrvollen Seereise ergibt sich wohl
auch die Bedeutung, dass Tyche-Fortuna die Mutigen und
die das Abenteuer Suchenden belohnt. |
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Symbole:
Tyche begleitet das Leben der Menschen und
beschützt die Reisenden, HändlerInnen, Geschäftsleute
und deren Fracht auf ihren Wegen - Rad.
Ihre Aufgabe ist die maßvolle Steuerung der Geschicke
- Steuerruder (Feinsteuerung) - und des Schicksals - Schicksalsrad,
des individuellen wie des kollektiven als Stadtgöttin
- Mauerkrone.
Die Göttin balanciert das Steuerruder auf einer -
Weltkugel - oder sie steht selbst darauf und sorgt für
Balance, Ausgleich. Tyche ist die Schenkende und Gebende
- Füllhorn - und gibt zur rechten Zeit.
Geben und Nehmen brauchen ein rechtes Maß.
Ihr Horn hat sie von Amaltheia, die auch den Zeus nährte.
Das Füllhorn - cornu copiae
- enthält Früchte (Fruchtbarkeit),
und Münzen (Wohlstand/Prosperität).
Es symbolisiert die Macht der
Fülle, der Speicherung
und des reichen Lebens.
Tyche wird auch Agathé, das
Gute genannt.
Mit ihr verbinden sich Reichtum und das Gute.
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